Therapie
Dirk-Stefan Lecomte
Letztes Update: vor einem Jahr
Systemisch
- Glukokortikoide (z.B. Prednisolon)
- Analgetika (Gabapentin, Ketamin)
- Bisphosphonate (z.B. Alendronat, Pamidronat, Clodronat, Neridronat)
- Trizyklische Antidepressiva
- Antiphlogistika
- Calcitonin (Nasenspray): ein frühzeitiger Einsatz kann den Verlauf positiv beeinflussen
- Rheologika: z.B. HAES zur Durchblutungsförderung in den Kapillaren
- Vitamin C
Lokal
- DMSO-Salbe
- therapeutische Lokalanästhesie
- Stellatumblockade
- GLOA (Ganglionäre Opioid-Analgesie)
- Epidurale Rückenmarksstimulation (Spinal Cord Stimulation, SCS)
- Spinalganglienstimulation (DRG-Stimulation)
Die ganglionäre Opioid-Analgesie (GLOA) am Ganglion Stellatum mit Buprenorphin (Temgesic®) - nicht zu verwechseln mit der Stellatumblockade - ist ein relativ effektiver Behandlungsansätze mit guter klinischer Wirkung. Er ist bisher noch nicht weit verbreitet.
Zur Förderung des Kraftaufbaus können Ergotherapeuten in der chronischen Phase spezielle Schienen (Dynamische Schienen) anpassen.
Eine Hauptaufgabe der Ergotherapie in diesem Einsatzgebiet ist die Hilfsmitteladaption, um das alltägliche Leben zu erleichtern.
Wärme- oder Kälteanwendungen sind beim CRPS kontraindiziert, auch passive Bewegung verschlechtert das Krankheitsbild. Beübung in den Schmerz verschlimmert das Bild zusehends, wobei schmerzarme aktive Bewegungen die Muskelverhältnisse normalisieren und die Nerven positiv anregen.
Die Physiotherapie kann mittels manueller Lymphdrainage und vorsichtiger Kompressionstherapie das Krankheitsbild positiv beeinflussen. Ziel ist es dabei, den Lymphabfluss zu beschleunigen und den Lymphstau zu reduzieren, damit die Beweglichkeit und Stoffwechselsituation vor Ort verbessert wird.
Weitere Therapiemöglichkeiten, deren Evidenzgrad unklar ist, sind u.a.:
- Ultraschall
- Autogenes Training
- Spiegeltherapie
- Künstliches Koma (Ketamin-Koma)
- Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)
- Akupunktur
Referenzen:
