Affolter-Methode
Dirk-Stefan Lecomte
Letztes Update: vor einem Jahr
Die Affolter-Methode, benannt nach der Schweizer Physiotherapeutin und Pionierin in der Neurorehabilitation, Frau Dr. Cornelia Affolter, ist eine ganzheitliche Therapieform, die speziell für die Rehabilitation von Menschen mit neurologischen Erkrankungen und Verletzungen entwickelt wurde. Diese Methode zielt darauf ab, die Wiederherstellung und Verbesserung motorischer und kognitiver Funktionen durch gezielte sensorische Stimulation und strukturierte Übungen zu fördern. Die Affolter-Methode wurde in den 1960er Jahren von Cornelia Affolter in der Schweiz entwickelt. Frau Dr. Affolter war eine Vorreiterin auf dem Gebiet der Neurorehabilitation und stützte sich auf ihre Erfahrungen als Physiotherapeutin und ihre Forschungen in der Neurophysiologie. Sie entwickelte ein Therapiekonzept, das auf der Grundlage der Neuroplastizität des Gehirns arbeitet, das heißt, der Fähigkeit des Gehirns, sich nach Verletzungen neu zu organisieren und zu erholen.
- Sensorische Stimulation: Durch gezielte Berührung und sensorische Reize werden die Wahrnehmungsfähigkeiten des Patienten stimuliert. Dies kann durch taktile, visuelle oder auditive Reize erfolgen, die darauf abzielen, die sensorischen Bahnen im Gehirn zu aktivieren und zu fördern.
- Strukturierte Übungen: Die Therapie umfasst strukturierte Übungen und Aktivitäten, die darauf abzielen, spezifische motorische Fähigkeiten und funktionelle Bewegungen wiederherzustellen. Diese Übungen sind oft auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Patienten zugeschnitten.
- Alltagsbezug: Ein zentraler Aspekt der Affolter-Methode ist die Integration von Übungen und Aktivitäten, die einen direkten Bezug zum Alltag des Patienten haben. Dadurch wird die funktionelle Wiederherstellung und Anpassung an alltägliche Aufgaben gefördert.
- Schlaganfall: Zur Rehabilitation von motorischen und kognitiven Fähigkeiten nach einem Schlaganfall.
- Traumatische Hirnverletzungen: Zur Unterstützung der Wiederherstellung von Funktionen nach traumatischen Verletzungen des Gehirns.
- Neurologische Erkrankungen: Wie Multiple Sklerose, Parkinson-Krankheit und andere neurologische Störungen, um die Lebensqualität und die Selbstständigkeit der Patienten zu verbessern.
- Berührungsreize: Durch sanfte Berührungen und taktile Stimulation werden die sensorischen Bahnen aktiviert und die Wahrnehmungsfähigkeit gefördert.
- Visuelle und auditive Stimulation: Durch visuelle und auditive Reize werden kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit und Orientierung unterstützt.
- Strukturierte Übungen: Diese beinhalten spezifische Bewegungsabläufe und Aktivitäten, die darauf abzielen, motorische Fähigkeiten wiederherzustellen und zu verbessern.
